Der Sonntag

Rudolf Geiger, „Der deutsche Amerikaner“.
Von Annette Borchardt-Wentzel

In Karlsruhe gibt es eine Carl-Schurz-Straße. In Rastatt, wo der Revolutionär der badisch-pfälzischenVolksarmee von 1849 inhaftiert war, findet man auch eine Carl-Schurz-Schule.Trotz solcher Ehrungen ist das Wissen um Carl Schurz (1829 bis 1906) in der deutschen Bevölkerung jedoch nicht sehr ausgeprägt. In den Vereinigten Staaten hingegen kennen sogar Kinder seinen Namen: Als einflussreicher Reformer und Mahner hat der Freund Abraham Lincolns seinen Platz in den amerikanischen Schulbüchern gefunden. Mit dem abenteuerlichen Leben des Carl Schurz, der der Rastatter Festung entkam und in die USA auswanderte, hat sich jetzt Rudolf Geiger beschäftigt. In einer soliden Biografie zeichnet Geiger, der bis zu seiner Emeritierung 2003 geschäftsführender Direktor des Instituts für Völkerrecht, Europarecht und ausländisches öffentliches Recht an der Universität Leipzig war, den Weg desCarl Schurz vom Revolutionär zum Senator und Innenminister der Vereinigten Staaten nach. Anhand des Lebenslaufs macht der Autor auch die Eigenarten des amerikanischen politischen Systems verständlich, dessen Grundzüge sich in den vergangenen 150 Jahren wenig geändert haben.


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